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neue Heizung

Neue Wärmeversorgung auf Burg Dinklage

Ende 2010 war es endlich soweit: nach jahrelangen Planungen konnten wir unsere Wärmeversorgung auf den neuesten Stand bringen und dabei einen ebenso traditionellen wie umweltfreundlichen Brennstoff nutzen: Holz. Wir hatten durchaus auch andere Rohstoffe in den Blick genommen; letztlich uns aber für Holz als z.Zt. unserer Meinung nach verantwortbarste Alternative entschieden.
Eine besondere Herausforderung für die Umstellung war durch die verschiedenen älteren Gebäude auf dem Gelände der Burg gegeben, die bisher über sieben erdgasbefeuerte Heizkessel versorgt wurden.
Um Holzhackschnitzel als preiswerteste Form der Holzenergie einsetzen zu können, musste eine neue Heizzentrale geschaffen werden. Hierfür bot sich die Remise an, die ohne Denkmalschutzauflagen umgebaut werden konnte und schon seit Ende 2009 mit einer Photovoltaikanlage von 30 kW Leistung ausgestattet ist. Hier wurde neben einem Vorratslager ein Brennstofflager von 70 m³ mit einer Rundaustragung eingerichtet, das im Winter etwa 2x im Monat mit einem Frontlader befüllt wird. Der jährliche Verbrauch beträgt knapp 1.000 m³. Lastschwankungen werden durch einen Pufferspeicher mit einem Volumen von 5.000 l ausgeglichen. Wir haben uns für einen Brennkessel mit 150 kW Leistung entschieden und dafür, drei der bestehenden Erdgaskessel weiter zu betrieben, um die Spitzenlasten an kalten Tagen abzufangen. Wenn sie zur Erneuerung anstehen, soll die Wärmeerzeugung ganz in der neuen Heizzentrale konzentriert werden.
Die Wärme gelangt über ein neu verlegtes, sternförmiges Wärmenetz zu den Gebäuden. Es hat insgesamt eine Länge von 580 m und wurde per Horizontalbohrung auch unter der doppelten Gräfte, die die Burg umgibt, hergeführt. Die Verlegung des Wärmenetzes war mit erheblichen Erdbewegungen verbunden.

Möglich war die Finanzierung dieser Maßnahme, mit der wir einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollten, nur durch zwei Darlehen der kfW und der Zusage von Fördermitteln der kfW, wofür wir sehr dankbar sind. Der Betrieb der Holzhackschnitzelanlage ist um Einiges arbeitsaufwändiger, als eine herkömmliche Wärmegewinnung. Aber gerade das stärkt zugleich unser Bewußtsein für einen achtsameren Umgang mit Heizenergie. Wir hoffen, im Laufe der nächsten Jahre durch weitere Maßnahmen sowohl unseren Energiebedarf einschränken zu können ( z.b. Dämmmaßnahmen, Verhaltensänderung), als auch auf umweltfreundlichere Energiegewinnung umsteigen zu können.

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